Für "anima" aka. Alexandra B.
Die Leitern des ersten Selbstmordforums in das ich je geraten bin,
die mir die Aufgabe als Moderator übergeben hat mit jungen 17 Jahren,
die sich nie gescheut hat mir fadengrad verbal eine reinzuhauen wenn ich ein Idiot war,
was ihr Lob dafür umso wertvoller gemacht hat.
Die nach all den Jahren ihr Vertrauen immer noch in mich setzt und mich, obwohl zwischenzeitlich das komplette Team rausgeflogen ist in einer Rage-Aktion von ihr, immer noch als Moderator behalten hat.
Die mir sogar ihre Accountdaten anvertraut hat als sie in Klinik war damit ich im Notfall Zugriff habe auf alles.
Vielleicht ist das von Aussen nicht so verständlich,
aber für mein junges, 17 jähriges, sehr unsicheres Ich war es der Oberhammer, dass eine Mit-Dreissigerin die so unglaublich selbstbewusst ist, ihr Leben ziemlich im Griff hat trotz all ihrer Diagnosen und nebenher noch erfolgreich ein Forum führt (das übrigens absichtlich Selbstmordforum heisst, weil dann all die Leute, die sich das Leben nehmen wollen dahin gehen, von ihren Absichten schreiben und sie - anima - diese dann melden kann) mich einfach so zum Teammitglied ernennt.
Und irgendwie kann ich das bis heute nicht wirklich glauben.
Ein junger
Mensch
mit Sorge und Not
so kam
ich
bereit für
den
Tod,
in jen's Forum
und mit
jedem
Wort,
wurd mir
dein Forum
mehr und mehr
zu einem
sich'ren Ort.
Als junger
Mensch ohne
Vertrauen in
mich,
schrieb ich immer
weiter
täglich.
Ein Tagebuch
wo so
viel gejammert,
hab ich mich
an
all das geklammert.
Und inmitten
von all
dem Chaos,
hast
du
mich
gesehen und
ein bisschen gelacht,
über meine
Naivität und
mein junges Sein,
und doch
hast du mich
zum Vertrauten gemacht.
"Ich will dir
Selbstvertrauen
geben"
und vielleicht noch
einen Grund zum
Leben.
Und so einfach,
von diesem Tage,
hat' ich
plötzlich
eine Auf
Gabe.
Hab ich erkannt
in all
dem Gewühle,
ich kann doch
was, kann
ich
das, reichen
meine Gefühle?
Und auch wenn
ich
noch nach
Jahren
nun schon, immer noch
bin ein
Idiot,
so werde ich
doch immer
in Ehren halten, dein
Vertrauen in
meiner Not.
Dein Vertrauen in
mich,
hatte ich es doch
nicht,
und das du aushaltest,
mein
Gedicht,
obwohl es doch
nicht
ganz so
schön.
Und wenn
ich irgendwann
doch
noch untergehe
dann werde ich mich sicher,
erinnern;
das du konntest
etwas Gutes in
mir
sehen;
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